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Das Soldatengrammofonbuch

05. Juni 2009

Was er macht: Er erzählt von Kindheit. Er erzählt vom Krieg. Vom Krieg zu einer Zeit, als ich auch Kind war. Wenn auch ein paar Jahre jünger, aber gerade damals: was im Fernsehen ist, das ist weit weg. Selbst heute weiß ich fast gar nichts über diesen Krieg, diesen Fluss, diese Stadt, und ich frage mich warum. Ich kenne die Namen nicht. Ich kannte nichtmal diesen Roman. Er erzählt vom Erinnern, von den kleinen und den großen Geschichten. Ich ringe mit den ersten Seiten, wie ich immer mit ersten Seiten ringe, merke erst viel später, dass ich eigentlich schon lange drin bin, in der Geschichte, sie mitlenken will, aber erst ganz spät geht es dahin, wo man eigentlich hin wollte: von da weg und dorthin zurück. Und wieder geht es um Krieg, um Heimat, allen voran ums Erwachsenwerden. Und ums Zaubern. Jetzt ist das Buch gelesen und ich fange nochmal von vorne an. Und wenn es im Regal steht, dann weit vorne.

Der Autor ist Saša Stanišić, das Buch heißt „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ und ich bin mal wieder der letzte, der irgendwas mitkriegt. (Mit Dank an Lu für die Empfehlung!)

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One Response to “Das Soldatengrammofonbuch”

  1. […] beim zuletzt Gelesenen war durchaus Großartiges dabei, zum Beispiel Saša Stanišićs „Wie der Soldat das Grammofon repariert“, dessen wundervolles Kapitel über das Fußballspiel im Jugoslawienkrieg, zwischen der […]

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