
Zeit für Nostalgie! Genau heute vor einem Jahr – es war ähnlich sibirisch draußen, doch es wurde sich alle Mühe gegeben, den gastgebenden Luxuskeller zu beheizen – da saßen drei junge Herren auf unbequemen Plastikstühlen. Und auf diesen sitzend, lasen sie überaus literarische Texte, spielten famoses Liedgut und redeten beizeiten wirres Zeug. Und sie waren sehr froh, dass nicht nur ihre neun MySpace-Freunde gekommen waren, um sich das anzusehen. Es war die rauschende Nacht der NilsTrotzVogel one night only Konzertlesung im wundervollen Brick5 in Wien, mit einem Programm, ganz passend betitelt „Gender und so“.
Zum ersten Jahrestag der Konzertlesung nun endlich auch die lange angekündigten Video-Ausschnitte. Gut Ding, Weile haben, ihr kennt das. Belohnt wird die Welt dafür mit umwerfender Video- und Tonqualität, als hätte Scorsese uns gefilmt. Nun also, in konzertchronologischer Reihenfolge ein paar Eindrücke und – soviel darf verraten werden – echte Highlights sind selbstverständlich dabei, meine Damen und Herren! Beginnend mit Herrn Trotz‘ „Toronto-Text“, der soweit ich weiß eigentlich „Walk a block, cross an ocean“ heißt – und hier in der NilsTrotzVogel-Version mit Nils-Unterstützung:
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Das zweite Video: Herr Vogel (bekannt als Autor und Namenspatron dieser schicken Website) liest einen Text, der früher mal eine Uni-Hausübung war und hier nur „Die Kolumne“ heißt, wobei das nicht der eigentliche Titel ist. Denn der ist „Dieser Autor ist ein Vollidiot“, aber das lockt auf YouTube nur merkwürdige Kundschaft an.
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Im dritten Video der Schluss von Herrn Vogels „Elephant“, kombiniert mit einem wunderhübschen Britney Spears Cover („Leiwand“) von Nils.
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Über den grandios gescheiterten Versuch, gemeinsam einen Song zu schreiben. Ein „Anti-Nazi-Song“ ohne Mädchen, mit Superhelden:
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Zum Abschluss feinst-musikalisches vom grandiosen Nils, der seinen alten Gassenhauer „Childlike Empress“ zum Besten gibt. Bitte gustieren, wie Dirk von L. immer sagt.
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Achtung Schlussworte! Wir hatten viel geplant, viel wieder umgeworfen, ein bißchen geprobt und ein MacBook versenkt – die Beatles-Forschung spricht hier von den „NilsTrotzVogel-Sessions“ – und am Ende hatten wir uns viel zu bedanken: Bei den Leuten, die gekommen sind. Bei den Leuten, die geholfen haben. Beim großartigen Brick5, bei den begnadeten Videomenschen Silvia K. und Frau Mona, bei unserem dauerrauchenden Probepublikum (strenger als jede TV-Jury) Silvia S., Ludwig und Katharina. Und allen voran musste Herrn Trotz selbst gedankt werden. Hätten Nils und ich den Keller, die Bühne, das ganze Drumherum alleine herrichten müssen, wir hätten nachher da gestanden mit drei Stühlen und einer Kiste Bier. Schwer zu glauben, dass der Abend schon ein Jahr her ist. Oder erst ein Jahr her ist, meinte der Nils gestern. Hat er auch wieder recht.
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Mehr NilsTrotzVogel im Internet:
- Die alte Brigade
- Was der Nils geschrieben hat
- NilsTrotzVogel bei MySpace mit Fotos






