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Posts Tagged ‘filmanalyse’

Bildschirmmedien im Science Fiction Film: (1) (Überarbeitete) Einleitung

17. April 2009 | was über filme

„What does a scanner see? Into the head? Down into the heart? Does it see into me, into us? Clearly or darkly? I hope it sees clearly, because I can’t any longer see into myself. I see only murk. I hope for everyone’s sake the scanners do better. Because if the scanner sees only darkly, the way I do, then I‘m cursed and cursed again. I‘ll only wind up dead this way, knowing very little, and getting that little fragment wrong too.“

-A SCANNER DARKLY


Ein kleines Essay-Projekt, das letztlich etwas ausartete. Natürlich war es nie die Aufgabe, alle Bildschirmmedien in allen zeitgenössischen Science-Fiction-Filmen zu untersuchen, wäre ja bescheuert, eigentlich wollte ich nur exemplarisch ein paar herausgreifen. Und da stand ich schon vor dem Problem: welche nehmen? Und die „Klassiker“? Die Eingrenzung auf „zeitgenössische“ Filme, so letzte zehn Jahre, war eine der selbstgestellten Grundvorgaben. Aber gerade bei spezifischen Filmuntersuchungen, die auf eine Entwicklungslinie, einen Paradigmenwechsel oder allgemein auf irgendeine Differenzierung hinauslaufen sollen, ist es schwierig (und eher dumm), die Traditionen außen vor zu lassen. Will sagen: Wer über die Rolle der staatlichen Propaganda in V For Vendetta oder Equilibrium schreibt, der muss auch über Propaganda in Nineteen Eighty-Four schreiben. Und wie kann man über Minority Report sprechen, ohne dabei an Total Recall zu denken? Man sieht, das kann man natürlich weiter spielen und irgendwann landet man bei Blade Runner, Star Wars, The Omega Man und was weiß ich, beim Siegeszug des Farbfilms. Weiterlesen »

Sozusagen ein filmwissenschaftliches Manifest

13. April 2009 | was über filme

„Filme sind zum Anschauen da und nicht zum Analysieren. Wären sie dazu gedacht, als Ausgangspunkt für theoretisches Geschwätz zu dienen, wären sie schließlich Bücher und keine Filme.“

Allein der Versuch einen Film zu analysieren, würde letztendlich nur zu Enttäuschungen führen. Man wäre gezwungen, den Film als solchen als Untersuchungsgegenstand zu betrachten, ihn entsprechend mit wissenschaftlichen Fragestellungen zu konfrontieren und ihn folglich systematisch zu untersuchen. Man müsste den Film womöglich einer anstrengenden Aufgliederung unterziehen, zwischen diversen Teilbereichen unterscheiden, diese dann strukturieren und getrennt von einander wie auch in Verbindung miteinander betrachten. Man müsste nahezu sezierend tätig werden und hiernach auswerten, gegebenenfalls Wertigkeiten finden und letztlich den Film in Kontexte setzen. Unter Umständen müsste man sogar erst Kontexte schaffen, in den man den Film betten könnte – schlimmstenfalls in Anlehnung an andere Disziplinen, deren Vergleich mit dem Film ihnen gänzlich unwürdig wäre. Man müsste Worte und Bezeichnungen aus der Luft greifen, letztlich eine eigene Sprache der Filmanalyse erdenken, manches übersetzen, was wohl unweigerlich zu unterschiedlichen Auffassungen führen und womöglich diesbezüglich geteilte Lager oder gar unterschiedliche Schulen vorbringen würde. Die bemühte Konsequenz einer analytischen Tätigkeit wie dieser wäre nicht mehr als eine instabile, überaus schwammige theoretische Grundlage; der Graus einer Filmtheorie.

Und bei dieser Filmtheorie, die natürlich keineswegs eine einheitliche wäre, würde das Dilemma erst beginnen. Man würde anhand genannter Analysepraxis – deren Methoden man ohnehin schon unpassenderweise fremder wissenschaftlicher Disziplinen entlehnt hätte – versuchen wollen, die Funktionsweisen eines Films nachzuvollziehen. Man würde glauben, ein Film müsse verstanden werden. Ausgehend von unterschiedlichen Blickwinkeln würde man auch den Versuch anstellen, Filme auf verschiedene Arten zu begreifen – und beruhend hierauf gar zu interpretieren. Früher oder später würde man dem Irrglauben erliegen, diverse Lesarten gefunden zu haben und einen Regisseur womöglich mit einem Autoren gleichsetzen. Letzten Endes würden diese und andere Anmaßungen nur in theoretischem Geschwätz resultieren, bildlich gesprochen schlicht dem Bau von Luftschlössern dienen. Schließlich würde jemand auf die Idee kommen, Film als Kunstform zu verstehen, entsprechend weiter zu deuten und gründend auf diesen Theorien auch noch glauben, dies alles hätte Einfluss auf die Produktion zukünftiger Filme und wäre womöglich sogar von historischer Bedeutung.

Es zeigt sich also: Wenn man Filme analysiert, dann baut man nicht nur Luftschlösser. Man beginnt obendrein, in diesen auch noch Gespenster zu sehen.

ding

Scheint mir ein guter Beitrag, dieses Blog und die Filmkategorie einzuweihen. Eine alte Hausübung für ein Seminar, an deren Ende auch der Satz stehen könnte: Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.

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